Letztes Feedback

Meta





 

30.11.2012 (16): Ein Tag für Mani- und Pediküre

Heute gab es wieder Streit,weil meine Oma schlecht über meine Patentante und meine Mutter geredet hat und ich ihr gesagt habe, dass sie das gefälligst unterlassen soll, da mir diese Menschen sehr wichtig sind und immer für mich da waren (im Gegensatz zu meiner Familie hier!).
Sie war sehr unfair und irgendwann war ich so verletzt, dass ich sie heulend gefragt habe, ob sie will, dass ich in ein Hotel ziehe. Nachdem sie das beneint hat und mich in den Arm genommen hat, sind wir zur Mani- und Pediküre zu Diana gefahren. Da war dann eine Frau, die uns die Nägel "gestylt" hat. Hab mich statt knalliger Farbe für French Maniküre entschieden und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Dann haben wir mein Kleid gebügelt und ich habe es genäht, weil sich an einer Stelle die Perlen leicht lösten.
Für mich war der ganze Tag heute nicht wirklich spannend, die Diskussion am Morgen hat mich immer wieder wütend gemacht.
Ich versuche immer wieder zu denken, dass ich einfach nichts zu ihrer Meinung sagen sollte. Nicken und lächeln, dabei sollte ich es lassen, ja...
Es sind zwei völlig verschiedene Kulturen, verschiedene Denkweisen, anderes Umgehen miteinander und Menschen, die finden, dass ich in einem "kalten (Herz!) Land" lebe, aber dann einen Unterschied machen zwischen Blutsverwandt und Patentante... Es ist halt nicht einfach. Ich hab mir das alles anders vorgestellt...

2 Kommentare 5.12.12 05:11, kommentieren

Werbung


29.11.2012 (15): Antigua

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit Lucy sind Diana und Virginia gekommen. Wir hatten den Plan, nach Antigua zu fahren, da Alejandro zu einem wichtigen Meeting ins Büro musste und unser Trip zum Atitlan-See somit vorerst ausfiel.
Oma und Lucy wollten Einkäufe machen, dann bekam Diana einen Anruf, dass sie auch an dem Meeting teilnehmen muss. Somit waren wir also nur noch 4!
Amparo beschloss, dass wir dann nach Antigua fahren- gesagt, getan!
Zuvor mussten wir jedoch noch Schuhe kaufen und das Kleid kürzen lassen. Alle wollten, dass das Kleid hinten lang bleibt (Schleppe), Ginie und ich fanden das nicht so gut. Als Ginie mir sagte, dass sie jetzt einfach das macht, was alle sagen (weil sie schon genervt war und es ihr eigentlich auch egal war, weil sie das Kleid eh nicht in Deutschland tragen wird), hat Amparo mich gefragt, was sie gesagt hat. Ich hab gesagt, dass ich das nicht übersetzen kann (und nicht wollte!)
Drei Minuten später sagt sie mir mit erhobenem Zeigefinger, dass ihr nicht gefällt, wenn ich mit Ginie deutsch rede und ihr nicht übersetze, was wir gesagt haben. Na Hauptsache sie übersetzt mir alles ins Deutsche! Ich wusste auch nicht, dass ich als Dolmetscherin fungieren sollte, immerhin lassen meine Sprachkenntnisse auch zu wünschen übrig.
War echt angefressen, weil ich das total unfair finde. Mir fehlen auch oft die Worte und die Vokabeln!!! Als ob ich ihr (und Ginie) sonst nicht jeden Scheiss übersetze!!!
Ich hab ihr erklärt, dass es für mich auch sehr anstrengend ist, mich den ganzen Tag zu konzentrieren und Dinge zu übersetzen. Ich habe extra Unterricht genommen, weil mir wichtig war, mit meiner Familie reden zu können.
Antwort war, sehr zickig, "für mich ist das nicht anstrengend zu übersetzen". Bin fast geplatzt (und wann übersetzt sie bitte was, wo sie nur spanisch sprechen kann...) und antwortete "si, pero para mi!" ("ja, aber für mich!").
Sie ist manchmal echt ungerecht zu mir. Brauchte dann erstmal Luft und bin in einen anderen Laden gegangen, um von meiner Wut runterzukommen.
Dann gab sie mir das Parkticket, welches ich an der Info abstempeln lassen sollte. Da ich da keine Lust drauf hatte, weil ich immernoch sauer war, hab ich gesagt, dass ich nicht weiss, was ich sagen soll und es ihr zurückgegeben.
Sie meinte dann "man muss nichts sagen, guck!", reichte dem Herrn das Parkticket und grinste mich an. Ich finde das unhöflich, aber gut.
Vielleicht ist das hier anders, in Deutschland wäre das unhöflich.
Gegen Mittag sind wir nach vielen Umwegen und mehrmaligem Fragen endlich Richtung Antigua gefahren.
Dann waren wir in einem Restaurant, wo es Wifi gab und Ginie und ich checkten ein :-)
Ich fragte Amparo, ob sie mir das Foto schickt, welches sie von mir gemacht hatte, denn ich wollte es ebenfalls versenden. Sie fragte, an wen (fand ich schon komisch) und ich antwortete ihr, an eine Freundin. Sie fragte, an Ulrike? Und ich sagte, nein, aber selbst wenn, was wäre wenn? Daraufhin verdrehte sie die Augen und sagte, es interessiert sie nicht. Ulrike ist nicht ihre Familie, sie ist nicht ihr Blut. Sie ist eine fremde Frau. Das Foto schickt sie mir, wenn ich zuhause bin. Ich guckte sie mit zugekniffenen Augen an und sagte ihr eiskalt ins Gesicht, was ich dachte. "Sie hat vielleicht nicht mein Blut, aber sie hat ein grosses Herz und ist immer für mich da. Und das war sie mein ganzes Leben, was ich von meiner Familie nicht behaupten kann!"
Ab dem Zeitpunkt hat sie nicht mehr mit mir geredet, sondern nur noch mit Lucy und Virginia.
"Virginia, willst du mal von meinem Teller probieren etc."
Ich fand das bescheuert, aber hab mich nicht dazu geäussert.
Nach dem Ausflug bin ich nur noch ins Bett gegangen...ich wollte einfach alleine sein.

5.12.12 05:08, kommentieren

28.11.2012 (14): Ein Traum!!! Trip to Tikal

Um 05:30 hat mein Wecker geklingelt, ich bin aufgestanden und duschen gegangen, bevor ich die anderen beiden Schlafmützen geweckt habe. Dann haben wir ausgecheckt und sind wieder nach Tikal gefahren, haben Maya-Pyramiden beklettert, Affen gesehen, Bezotas, eine Riesenspinne. Auf dem Rückweg mussten wir eine Pause einlegen, da Alejandro so müde war, dass ihm die Augen während der Fahrt zufielen. Also schlief er eine halbe Stunde und trank anschließend Red Bull.
Während der Fahrt wurde es dann dunkler und die Überholmanöver von Alejandro waren ziemlich riskant. Ich sags mal so, bei einem haben nur 2 Sekunden gefehlt und ich hätte heute nichts mehr schreiben können. Ginie und ich schrien im Auto und Alejandro meinte nur "ee had enough time..."
Kaum war ich dann zuhause, mitten in der Nacht, ging das Internet nicht. Amparo hatte es ausgeschaltet. Sie will nicht, dass ich mit "Alemania" schreibe, ich soll abschalten und das hektische, kaltherzige und gestresste Deutschland mal vergessen. Guatemala ist ja dagegen soooo toll. Naja,wie man es nimmt. Also urlauben ja, aber leben könnte ich hier nicht! Viel zu dreckig und stinkig, überall Smog und ich hab ständig Kopfschmerzen von diesem giftigen Gestank! Und die bewaffneten Menschen überall sind auch nicht so meins...

30.11.12 06:01, kommentieren

27.11.2012 (13): Trip to Tikal

Um 7:00 Uhr wurde ich von Virginia und Alejandro abgeholt. Ich hatte auch das Gefühl, Amparo (meine Oma) war ganz froh, mal mit Lucy allein zu sein und nicht so ein junges, unternehmungslustiges Küken um sich zu haben.
8 Stunden sollte der Weg brauchen, mit Pausen, Stau, schmalen Straßen kamen wir nach ca. 10 Stunden an. Vorbeigefahren an etlichen toten Straßenhunden, die an den Seiten lagen, an der Firma Silva Equipos S.A., die meiner Familie gehört, an einer Grenze, bei der uns eine Orange abgenommen wurde (warum auch immer!), kamen wir endlich im Hoel an, wo wir unser Sachen hinterließen und dann gleich nach Tikal fuhren. Total müde, aber dennoch bereit für ein Abenteuer. In meinem Reiseführer (danke nochmal, Marion!) hatte ich gelesen, dass man in Tikal auch Canopy machen kann, also quasi wie Tarzan von Baum zu Baum gleiten. In schwindelerregender Höhe, ich glaube es waren 50 Meter und die Bahnen hatten Strecken bis zu 40 Meter lang. Achso, in Deutschland bekommt man beim Klettern einen Helm. In Guatemala nicht. Nichts für Angsthasen! Da ich das Risiko liebe und laut der Mayas die Welt dieses Jahr untergeht, hab ich die anderen beiden überredet, mitzumachen. Klaro!!! Als ich dann allerdings oben war, packte mich die Angst und meine Hände und Knie haben gezittert wie verrückt. Bei der ersten Bahn hab ich noch geschrien wie am Spieß, später habe ich mich dann sogar getraut, den Superman-Stunt zu machen. Zwischendurch haben wir in den Bäumen auch Affen gesehen.
Nach dem Canopyng fuhren wir zu den Pyramiden. Leider war es zu dem Zeitpunkt schon recht spät, so dass wir im Halbdunkeln die Wege zu den Pyramiden finden mussten (wohlbemerkt, wir waren im Dschungel, Spinnen, Schlangen, Affen und sonstwas sind da rumgekrochen!) Zum Glück hatte ich meine Brille nicht dabei und hab demnach auch nicht wirklich was gesehen. Kann manchmal auch ganz gut sein, wenn man in FlipFlops durch den Dschungel läuft...
Ein paar Pyramiden haben wir gesehen, jedoch beschlossen wir, am nächsten Tag erneut in den Park zu gehen, da wir uns in der Dunkelheit gruselten und ins Hotel fahren wollten. Zuvor entdeckten wir jedoch noch eine Maya-Zeremonie, ein großes Lagerfeuer und lauter ulkig aussehende Menschen, die irgendwas sangen und beteten. Fotos machen was verboten, hab aber trotzdem welche gemacht...
Das einzige, was man laut der Mayas nicht tun sollte, war diesen Weg nachts im Dunkeln zu fahren. Suuuper! Gut, dass Alejandro uns warnte "Wenn uns jemand den Weg versperrt oder auf der Straße steht, dann ist das eine Falle. Wir werden dann nicht anhalten, sondern einfach weiterfahren. Habt keine Angst, ich habe einen Waffenschein und eine geladene Waffe bei mir - für den Notfall." Krass, aber irgendwie hab ich mich echt sicher gefühlt und als ein Auto auf der anderen Straßenseite stand (warum auch immer), hab ich einfach die Augen zugemacht, bis wir vorbei waren... auf dem Weg haben wir dann auch eine Tarantel auf der Straße gesehen und eine Schlange. Zum Glück ist bi auf die eine Situation nichts weiter gewesen und als wir im Hotel waren, haben wir dort noch gegessen und sich dann um 22:00 Uhr totmüde eingeschlafen...

30.11.12 05:58, kommentieren

26.11.2012 (12): Planning the next days

Bis heute Mittag war mir wieder schrecklich langweilig. Ist halt doof, wenn man von jemandem abhängig ist, weil man kein Auto fahren kann und nicht alleine vor die Tür gehen kann, weil es gefährlich ist. Also vertrieb ich mir die Zeit mit Facebook. Ist auf Dauer allerdings auch langweilig... Zum Mittagessen sind wir dann zu Diana, Virginia und Alejandro in den Club Aleman gefahren. Anschließend bin ich mit meiner Cousine zu dem Laden gefahren, der ihre Hochzeitstorte und die dazugehörigen Muffins oder Cupcakes gestalten wird. Wow, die Torte sieht grandios aus!!! Im Anschluss haben wir uns wieder mit den anderen getroffen, da Virginia noch kein Kleid für die Hochzeit hat. Also suchten wir, fanden glücklicherweise auch schnell eins, welches ihr gefiel und kauften es. Am Abend haben wir drei (Alejandro, Virginia und ich) dann die nächsten Tage geplant. In den nächsten Tagen geht es nach Tikal und zum Atitlan-See. Wir übernachten in einem Hotel, kann also sein, dass ich erst Donnerstag wieder schreiben kann. Ich werde viele Fotos machen, die Maya-Pyramiden besteigen und im See mit dem Boot fahren - und ich freue mich wahnsinnig!!!

1 Kommentar 27.11.12 06:57, kommentieren

25.11.2012 (11): Nachwirkungen einer durchzechten Nacht

...aufgrund von den Nachwirkungen der Party habe ich heute nur im Bett gelegen und gefaulenzt. Mein Highlight war das Mittagsessen. Mir geht es nicht schlecht, aber ich bin tierisch müde. Bin sowas einfach nicht gewohnt... mein Cousin schreibt per Whattsapp, dass es ihm total schlecht geht und er Kopfschmerzen hat. Wie gut, dass ich schlau bin und ab 3:00 Uhr nur noch "geschummelt" habe (hab die Shots zwar mitgetrunken, aber in einen anderen Becher gespuckt und dann unauffällig in den Abfluss gekippt, manchmal auch mein Shotglas mit Wasser gefüllt...

Hat niemand mitbekommen!

27.11.12 06:41, kommentieren

24.11.2012 (10): Centro und feiern, bis zum Umfallen

Total ausgeschlafen haben wir heute gemeinsam gefrühstückt. Dann wurde irgendwie gequatscht, gegammelt und ich habe mich gelangweilt. Habe dann mit meiner Tante in Berlin geskyped und geschrieben, dass ich die Warmherzigkeit hier sehr angenehm finde und wünschte, die Menschen wären in Deutschland auch so. Irgendwie hat mich das zum Nachdenken gebracht und geballt mit der Langweile dann irgendwie zum Heulen gebracht. Hab wohl heute meinen sentinentalen Tag! Als Omi das mitbekommen hatte, hat sie mich ausgefragt, warum ich denn weine und irgendwie hatte ich Sprachschwierigkeiten, es ihr zu erklären. Glaube, sie dachte, ich hätte Heimweh. Ich saß also auf ihrem Schoß (sie wollte das so!) und hab geheult, irgendwie aber auch aus Freude. Sie sagte mir dann, dass sie nicht möchte, dass man in ihrem Haus weint und wir ein tolles Leben haben und dankbar sind und mit einem Lächeln durch das Leben gehen soll. Tolle Einstellung, ich finde jedoch, dass Tränen manchmal auch einfach raus müssen. Und der Mensch ist halt nicht immer glücklich!
Nach 6 Stunden Langeweile sind wir dann in ein chinesisches Restaurant gefahren, um dort auf weitere entfernte Verwandte zu treffen. Nach einem kleinen Snack sollte ich dort von Alejandro und Virginia abgeholt werden, was auch so geschah.
Wir sind dann zu dritt ins Centro historico (Zone 1) von Guatemala gefahren, durch die Fussgängerpassage gelaufen, haben die verschiedensten Straßenkünstler bestaunt, Cafe getrunken, sind an Regierungsgebäuden vorbeigelaufen, und in eine Kirche bin ich auch gegangen. Ich fühle mich wohl, wenn ich durch die Strassen gehe, die Menschen lächeln mich an, wenn ich sie lächel. Und wenn mir jemand zu schnell spricht und ich nichts verstehe, bitte ich sie, langsamer zu reden. Dann ist das Eis auch meist gebrochen, bis jetzt habe ich nur sehr gastfreundliche Begegnungen gehabt.
Danach waren wir in einer Kneipe "el portal", in der angeblich schon Che Gevara sein Bierchen gezischt hat. Dort gab es typisch guatemaltekisches Bier "Gallo". Ich mag kein Bier, aber es schmeckte ganz ok. Danach sind wir in eine andere Bar gegangen "las cien puertas", wo wir uns gleich an den legal angekritzelten Mauern verewigt haben. Dort gab es dann unseren ersten (ich weiß nicht, wieviele es im Laufe des Abends waren...) Quetzalteca, einen Zuckerrohrschnaps. Dann zog es uns weiter in eine Bar eines Freundes, machte den Eindruck eines Studentenclubs, so mit Live-Musik und so. Aber es war nett, später kamen noch einige Freunde von Alejandro hinzu und wir tranken den ganzen Abend Quetzalteca. Ich weiß nicht, wer das organisiert hat, aber kaum war ausgetrunken, stand schon die nächste Runde auf dem Tisch, gefährlich. Da wir uns aber in Gesellschaft von Alejandro befanden und dieser auf uns aufpasste und dazu noch den Inhaber des Clubs kannte, war mir nicht unwohl. Im Laufe des Abends wurde viel gelacht, getanzt und halt auch getrunken und später luden uns ein Freund und seine Freundin noch in ihre Penthouse-Wohnung ein, wo wir dann weiterfeierten und aus dem 13. Stock den Sonnenaufgang bewunderten. WOW!!! Am frühen (nächsten Morgen) lieferte Mc Donalds dann das Frühstück bis zur Tür, danach fuhren wir ohne Schlaf zu Omi bzw. nach hause. Virginia ist der Burger nicht bekommen, in letzter Sekunde schaffte sie es, diesen nicht im Auto auszukotzen. Kaum zuhause angekommen (ich glaub, es war so gegen 8:00 Uhr), legte ich mich dann ins Bett und schlief ein... was für ein toller Abend!

1 Kommentar 26.11.12 05:15, kommentieren