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08.12.2012 (24): Guatemala II

Mitten in der Nacht hatte mir Carmen eine weitere Decke umgelegt, da die Nacht eisig kalt war. Zusätzlich war es auch noch laut, da unser Zimmer zur Straße rausging und die Nacht wachte ich mind. 5 mal auf... Nach einer kalten Dusche sind wir dann zum Frühstücken in ein Restaurant mit Seeblick gelaufen. Ein Interkontinentales Frühstück bestand aus 6 Scheiben Toast, einer Scheibe Käse, einem Orangensaft (auch nur auf Nachfrage) und einem Kamillentee. Nungut, dafür war der Blick auf den See klasse und die Sonne schien auch.
Nach dem Frühstück habe ich dann sogar die Füsse ins Wasser gehalten und es war gar nichtmal sooo kalt!!! Ein Straßenhund hat unsere übrig gebliebene Pizza vom Vortag bekommen und ein alter Mann, der Hunger hatte und mich um ein Stück anbettelte, hat natürlich auch etwas abbekommen.
Schrecklich, diese Armut. Und ich beschwere mich über kaltes Duschwasser...
Über Quetzaltenango, wo wir dann auch ihren Sohn besucht haben, Retalhuleu, Mazatenango, Patulul sind wir dann wieder Richtung Guatemala Stadt gefahren, obwohl es schon sehr spät war. Dennoch wollte ich nicht noch eine Nacht verschenken und deshalb im Hotel schlafen.
So kam es aber leider, wie es kommen musste... die Straßen sind hier nicht wie in Deutschland und wir fuhren (nicht gerade langsam) in ein ca. 20cm tiefes und 40cm großes Loch. Die Luft ging raus und wir hatten eine Panne. Super, denn es war ja bereits dunkel und wir waren mitten auf der Autobahn (und in meinem Reiseführer steht, dass man niemals nachts auf der Autobahn anhalten sollte, auch nicht, wenn jemand eine Panne hat, weil das Fallen sein können). Da wir an einer gefährlichen Ecke standen, bat ich Carmen, noch ein Stückchen weiterzufahren, ganz langsam. Wir fuhren ca. 1 km weiter und dann hielt sie neben einem Feld an. Stockdunkel, ich sah trotz Brille nur schwarz und wenn nicht ab und zu ein Auto vorbeigefahren wäre, hätte ich nichtmal gewusst, wo die Straße ist und wo das Feld. Ich geriet in leichte Panik. Dann hielt ein Auto an, ein Sprittanker. Ein Mann stieg aus und ich dachte, jetzt sind wir ausgeliefert... er war jedoch sehr nett, half uns uns holte das Reserverad aus dem Auto (das ungefähr 20 Jahre alt war und verkeilt war). Ohne ihn hätten wir das Rad nicht rausbekommen. Dann kamen aus einem Bus, der auf der anderen Seite hielt, 4 Männer (ich natürlich wieder voll die Panik und Horrorvorstellungen...). Die waren aber zum Glück auch nett und halfen uns. Zu alledem war nun auch noch die Batterie leer. Da es ein Automatik-Auto ist, keine Chance, etwas zu bewegen und nichtmal die Fenster konnten wir schließen... Da half also nichts und wir mussten die Polizei rufen. Auch nicht gerade super, zwei Frauen nachts an der Autobahn und dann die Polizei, die hier nicht "dein Freund und Helfer" ist, sondern auch gerne mal die Machtposition ausnutzt, um Frauen zu vergewaltigen. Dennoch, auch hier hatten wir Glück, vielleicht halfen uns auch die Gebete von Carmen, alles lief glimpflich und die Polizei stellte fest, dass irgendeine Sicherung angeschmort war, welches durch den Aufprall passiert sein konnte. Ein Abschleppwagen fuhr uns also in ein 13 km entferntes Dorf, wo wir dann auch übernachten mussten... nach Verhandlungen mit der Rezeption (zuerst sollten wie 40€ zahlen, letztlich haben wir nur 18€ gezahlt) bezogen wir das Zimmer und schliefen ein.
Da ich alles bezahlt hatte und mir das langsam zu viel wurde, teilte ich Carmen mit, dass mein Geld sich dem Ende neigt und ich quasi pleite bin. Da wurde sie wütend, denn immerhin musste ja die Reparatur auch noch jemand zahlen...


12.12.12 02:10

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