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14.12.2012 (30): Vulkan

Heute geht es mir schon besser, muss ja auch. Denn heute möchte ich mit Alejandro den Vulkan Paqaya besteigen. Das wird sicher toll. Der Pacaya ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Er liegt südlich von Guatemala-Stadt, seine Eruptionen können meistens von dort beobachtet werden. Während der spanischen Kolonialzeit wurden insgesamt 23 Ausbrüche registriert. Der letzte Ausbruch war 2011 und er wird so ca. alle 4-5 Jahre ausbrechen. Wann genau, kann man allerdings weder sagen noch einschätzen, denn die Natur ist nicht berechenbar.
Anfangs hat mir Alejandro erzählt, was in der Familie gerade so abgeht und erzählt wird. Ich bin geschockt, finde es aber gut, dass er zu mir hält und mich verteidigt und sowohl meiner Oma, als auch meiner Tante seine Meinung sagt.
Dann sprachen wir über die Schwester von Lizardo, die gestern Abend angeschossen wurde und jetzt im Krankenhaus liegt. Ja, Guatemala ist ein gefährliches Land, weil es halt ein so armes Land ist.
Wir sind vorher noch Schuhe kaufen gefahren, da ich natürlich keine "Kletterschuhe" dabei hatte und man mit Ballerinas laut Aussage von Alejandro nicht klettern kann. Nachdem wir wirklich die hässlichsten Schuhe aus dem ganzen Laden gekauft haben (Kletterschuhe sind echt nicht mein Geschmack!), fuhren wir Richtung Vulkan. Auf dem Weg hielt uns dann ein Guide an, der uns mitteilte, dass man alleine nicht mehr den Vulkan besteigen darf und die Tourismusbehörde das nur mithilfe eines Guides erlaubt. Er wollte für die Begleitung ca. 15€ haben. Wir willigten ein und nahmen ihn auf der Ladefläche vom Pick up mit. Am Beginn des Vulkans angekommen, zahlten wir Eintritt und los ging es. Ziemlich steil und staubig, begleitet wurden wir zum Teil von einem kleinen Jungen auf einem Pferd. Sollte ein Touri aufgeben, ist das Pferd da und "rettet" dich. Klar, erstens wollte ich nicht aufgeben und zweitens hatte das Pferd genug zu schleppen bei der Hitze. Ich wollte also alleine laufen, macht ja auch mehr Spaß! Der Guide sprach nur spanisch, aber er erklärte uns viel über den Vulkan und die Umgebung, was ich sehr interessant fand. Auf dem Weg zum Krater begegnete uns dann ein herrenloser Hund, der durstig war. Der Guide hat ihm von seiner Wasserflasche Wasser gegeben und von nun an folgte uns der Hund auf Schritt und Tritt. Am Rücken hatte er eine tiefe Schnittstelle, der Guide meinte, es sähe so aus, als hätte ihn jemand mit einer Machete verletzt. Was ihm passiert ist, weiß ich nicht, aber ich fand es phänomenal, dass er sich trotzdem von uns streicheln ließ und uns scheinbar vertraute und begleitete. Als wir an einer heißen Stelle ankamen, an der wir Marshmallows auf Stöckchen piekten und rösteten und ein kleines Picknick machten. Klar, cariño, so nannte ich den Hund, bekam auch was vom Sandwich ab und die Marshmallows schmeckten ihm auch. Nach dem Essen legte er sich auf die Seite und schlief ein Ründchen. Als wir gingen, kam er nicht mehr hinterher. Die harte Lava ist schwarz, es sah alles aus wie auf dem Mond. In der Lava gibt es verschiedene Stellen, manche sind rot, eisenhaltig, manche haben sogar Kristalle (hab welche mitgenommen :-)).
Auf dem Rückweg haben wir noch einen Guide mitgenommen, der es sich mit unserem Guide auf der Ladefläche bequem gemacht hatte. Am nächsten Dorf stiegen sie aus.
Dieser Tag heute war ein wundervoller Tag, den werde ich nie vergessen, denn ich hatte echt Spaß mit meinem Cousin.
Auf dem Rückweg gerieten wir in einen Stau, mindestens 1 Stunden haben wir auf der Autobahn gestanden. Weil Alejandro noch ein Date hatte und vorher noch duschen wollte, hat er das dann bei mir gemacht. Als er weg war, bin ich schlafen gegangen. Das klettern war echt anstrengend und dann noch bei der Hitze...


15.12.12 21:01

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